Fall Sandra Bland in den USA: Polizist unter Anklage
Nachdem die Afroamerikanerin Sandra Bland im Juli in Haft verstarb, kommt jetzt ein Polizist vor Gericht. Er hatte sie verhaftet und wird wegen Meineids angeklagt.
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dpa | Im Fall der tot in einer texanischen Gefängniszelle aufgefundenen Afroamerikanerin Sandra Bland kommt der Polizist vor Gericht, der die 28-Jährige angehalten hat. Die zuständige „Grand Jury“ entschied am Mittwoch, dass der Ordnungshüter wegen Falschaussage angeklagt wird, wie die Zeitung Houston Chronicle unter Berufung auf die Anklagekammer berichtete. Die „Grand Jury“ hatte es im Dezember abgelehnt, Polizisten des Gefängnisses vor Gericht zu bringen, in dem Bland im Juli unter fragwürdigen Umständen gestorben war.
Der Polizist hatte die 28-Jährige aus dem Bundesstaat Illinois unweit von Houston angehalten, weil sie bei einem Fahrspurwechsel mit ihrem Auto nicht den Blinker gesetzt hatte. Es kam zu einem lauten Streit, woraufhin der Beamte Bland wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festnahm. Drei Tage später wurde sie im Gefängnis tot aufgefunden.
Der Fall Bland und ihre auf Video festgehaltene Festnahme heizte in den USA die Diskussion über Polizeigewalt gegen Schwarze an. Der 30-jährige Polizist solle nun entlassen werden, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf die Polizei.
Blands Familie hat die Polizei und andere Behörden im Zusammenhang mit dem Tod der jungen Frau verklagt. Ihre Angehörigen bezweifeln weiterhin, dass die Frau in der Zelle Suizid beging, wie es von der Polizei und in einem Autopsiebericht behauptet wird.
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