piwik no script img

Fälschung schon vor den Wahlen in Peru

Wenige Stunden vor dem Beginn der gestrigen Wahlen in Peru ist ein Wahlbetrugsskandal aufgedeckt worden. Herausforderer Javier Perez de Cuellar beschuldigte den amtierenden Präsidenten Alberto Fujimori am Samstag auf einer Pressekonferenz in Lima, er sei für einen am vergangenen Donnerstag aufgedeckten großangelegten Wahlbetrug verantwortlich. Daraufhin kam es zu Protesten und Rangeleien mit der Polizei vor dem Sheraton-Hotel, wo internationale Wahlbeobachter untergebracht sind.

Am Donnerstag waren in einem Privathaus in der Stadt Huanuco 3.000 Auszählungsscheine entdeckt worden, von denen 500 bereits ausgefüllt waren. Insgesamt hätten auf den Listen nach Ansicht von Experten 600.000 Stimmen verzeichnet werden können; das entspricht sechs Prozent der Wahlberechtigten. Nach Angaben der Behörden enthielten die Listen Stimmen für sechs Parteien, unter anderem für Fujimoris Regierungsbündnis Wende 90/Neue Mehrheit. Text: AFP, Foto: Reuter

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen