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FDP FinanzenKlaus Floto

Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Klaus Floto, Jahrgang 1943, ist im FDP-Geflecht kaum sichtbar. Obwohl er nur Vorsitzender der FDP-Ruppichteroth und Gemeindevertreter ist, spielt er eine wesentliche, aber diskrete Rolle in der Parteifinanzierung.

Laut Handelsregister Siegburg besitzt er einen 95-prozentigen Anteil an der COMDOK GmbH. Man muss in den Akten des Handelregisters 27 Jahre zurückblättern, um den Hinweis zu finden, dass Floto als Treuhänder für die Friedrich-Naumann-Stiftung fungiert und die Stiftung der eigentliche Eigentümer ist. In Anbetracht dieser Tatsache erscheint es merkwürdig, dass Floto in den Jahren 2006, 2007 und 2008 die Jahresabschlüsse der Naumann-Stiftung prüfte.

Floto spielte auch eine wichtige Rolle in der Reinhardtstraßenhöfe GmbH & Co. KG. Diese wurde gegründet, um die Parteizentrale in Berlin zu verwalten/finanzieren, kaufte aber auch die verschuldete Parteizentrale in Bonn, damit die FDP nicht auf den Schulden sitzen blieb. An dieser KG ist Floto mit 1,2 Millionen Euro beteiligt.

Treuhänder für Gauselmann

Die Reinhardtstraßenhöfe GmbH & Co. KG wurde sogar von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, bei der er damals Geschäftsführer war, geprüft. Er ist auch Teilinhaber der Komplementär-Gesellschaft Reinhardtstraßenhöfe Verwaltungs GmbH.

Zudem war es Floto, der für den Spielautomaten-Hersteller Gauselmann als Treuhänder bei der ProLogo GmbH und der altmann-druck einsprang. Der Grund: Gauselmanns eigener Treuhänder, Herbert Schlottmann, war überstürzt abgesprungen, als Monitor mit einem Kamerateam vor dessen Haustür auftauchte.

Floto hat die Fragen der taz zu seinen IGL-Tätigkeiten nicht beantwortet.

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