: Eskimos wollen Wale fangen
BERLIN taz ■ Eskimo-Gemeinden und die japanische Regierung streiten um den Fang von jährlich 80 Grönland- und 50 Minkwalen. Der Streit sollte gestern nach Redaktionsschluss von der Internationalen Walfangkommission (IWC) in einer ihrer raren außerordentlichen Sitzungen entschieden werden. Walfang ist normalerweise verboten, es werden aber routinemäßig Ausnahmen für traditionelle Fangvölker vergeben – ebenso wie für die japanischen Fänge von etwa 700 Tieren zu angeblichen „Forschungszecken“. Auf der diesjährigen IWC-Tagung in Shimonoseki legte Japan überraschend ein Veto gegen die Eskimo-Fänge ein: weil es selbst nicht Minkwale jagen darf. Beobachter fürchten laut der britischen BBC, dass die Angelegenheit zu einen prinzipiellen Streit ausufert, welche die IWC als solche bedrohen könnte. MAK
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen