: Erneut Opfer bei Angriffen auf die Ukraine
Russischer Beschuss zielt vor allem auf das Eisenbahnnetz. Mindestens 12 Tote bei Angriff auf Bus in Dnipro
Trotz der für die Wochenmitte angekündigten neuen Verhandlungen über ein Kriegsende sind bei russischen Angriffen in der Ukraine nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Im Gebiet Donezk seien beim Einschlag einer Bombe auf ein Haus in der frontnahen Stadt Oleksijewo-Druschkiwka ein Vater und sein volljähriger Sohn ums Leben gekommen, teilte Gouverneur Wadim Filaschkin mit. Die Mutter, ihre 16 Jahre alte Tochter und ihr 11-jähriger Sohn wurden demnach verletzt. Eine 38 Jahre alte Frau wurde Gouverneur Iwan Fedorow zufolge bei einem Drohnenangriff nahe der Großstadt Saporischschja im Südosten der Ukraine getötet. Eine 59-Jährige sei verletzt worden, teilte er mit.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe Russland keine neuen gezielten Raketen- oder Drohnenangriffe auf die landesweite Energieinfrastruktur verübt, diese hätten jedoch vor allem auf das Eisenbahnnetz der abgezielt. Die russische Armee konzentriere sich weiterhin auf den „Terror gegen unsere Logistik, vor allem gegen das Bahnnetz“, erklärte Selenskyj am Montag in Onlinenetzwerken. Betroffen gewesen seien insbesondere die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja. Die ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrsalisnyzja warnte Bahnkunden am Montag vor einem zunehmend „hohen Risiko“ auf Strecken im Osten der Ukraine und rief Reisende auf, stattdessen Bus zu fahren.
Doch auch Busse können zur tödlichen Falle werden. Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus mit Bergleuten in der Stadt Dnipro sollen am Sonntag mindestens zwölf Menschen getötet worden sein. DTEK, der größte private Energiekonzern des Landes, erklärte, es habe sich bei dem Bus um ein Fahrzeug seiner Unternehmensflotte gehandelt. Die Bergleute seien gerade von einer Schicht zurückgekehrt. (AP/dpa/afp)
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