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Ermordet oder verhaftet, aber nicht vergessen

„Wir zeichnen ermordete und inhaftierte Journalist:innen aus der ganzen Welt, weil wir ihren Mut bewundern und ihnen ein Denkmal setzen wollen.“ Dies schreiben Susanne Köhler und Gerhard Keller auf ihrer Projektwebseite wahrheitskaempfer.de.Dort haben sie beginnend nach dem Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo2015 mehr als 800 Portraits gesammelt. Sie sind in verschiedenen Stilen und stammen von Künstler:innen aus dem In- und Ausland. Ergänzt werden die Bilder jeweils um Informationen zu den Personen. So entstand ein einzigartiges Archiv weltweiter Unterdrückung der Pressefreiheit. Zugleich ist es ein beeindruckendes Denk- und Mahnmal für diejenigen, die für freie und unabhängige Information ihr Leben oder ihre Freiheit gelassen haben. Wahrheitskämpfer ist ein offenes Projekt: Wer sich das Portraitzeichnen oder -schreiben zutraut, ist eingeladen mitzumachen. Wir zeigen hier exemplarisch einige Portraits.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen