piwik no script img

Emil Zátopek, die Lokomotive

Beim Laufen kreisten seine Arme wie Treib- und Kuppelstange. Deshalb nannten sie ihn die „tschechische Lokomotive“. Bei den Olympischen Spielen 1948 in London gewann der Mähre Gold über 10.000 Meter und Silber über 5.000. Vier Jahre später holte Emil Zátopek in Helsinki Gold über beide Strecken sowie im Marathon. Zwischen 1949 und 1955 stellte der Sportsoldat der tschechoslowakischen Armee dank ungewöhnlicher Willenskraft 18 Weltrekorde auf, avancierte zum sozialistischen Vorzeigeathleten, blieb dabei aber Individualist und genoß weltweite Popularität. Nach dem Prager Frühling fiel der Oberst in Ungnade. Ein adidas-Werbespot („Ich heiße Emil Zátopek“) stilisierte ihn zum Helden des Widerstands. Heute wird der Wahl-prager 75 Jahre alt. Seine Frau Dana Zátopková wurde genau wie er am 19.9.1922 geboren. Und beide feierten am gleichen Tag, dem 24. Juli 1952, Olympiasiege: Emil über 5.000 Meter, Dana im Speerwurf. Foto: Bongarts

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen