: Eine „Traumnacht“ bei polnischem Ex-KP-Chef Gierek
An frühere Zeiten kommunistischer Gleichheit mag sich der frühere Generalsekretär der polnischen Kommunistischen Partei, Edward Gierek, erinnert haben, als er einen ihm unbekannten Mann in der Badewanne seiner Zweit-Villa in Südpolen vorfand. Der 35jährige Eindringling hielt dem verdutzten Gierek keck entgegen: „Für wen halten sie mich? Ich bin kein Dieb!“ Er habe nur ein Bad nehmen, den Cognac des Ex-KP-Chefs probieren und somit eine „Traumnacht verbringen“ wollen. Gierek, der seinen ersten Wohnsitz in Kattowitz hat, war von Zeugen über den Einsteiger in seiner Villa informiert worden und in Begleitung eines Polizeikommandos angerückt. In der Tat war nichts gestohlen worden: Lediglich zwei Flaschen von dem guten Cognac hatte der nächtliche „Badegast“ geleert. Eine Blutprobe erbrachte bei ihm 1,8 Promille. Ob Gierek ihn daraufhin angezeigt hatte, wurde nicht mitgeteilt. Foto: R. Pfeiffer
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen