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Ecomog verstärkt Truppen in Sierra Leone

■ Vormarsch der Rebellen in Freetown scheint nach schweren Kämpfen vorerst gestoppt

Freetown (dpa/AFP/taz) – Nach erneuten schweren Kämpfen mit zahllosen Toten, auch unter der Zivilbevölkerung, war die Lage in der umkämpften Hauptstadt Sierra Leones gestern weiter unklar. Die Berichte sind äußerst widersprüchlich. Erstmals seit fünf Tagen gibt es Anzeichen, daß der Vormarsch der Rebellen gestoppt sein könnte. Nach Augenzeugenberichten verwickelten Hunderte frisch eingeflogener nigerianischer Soldaten die Guerillas der Revolutionären Vereinigten Front (RUF) in Freetown in für beide Seiten verlustreiche Gefechte.

Bei Raketenangriffen nigerianischer Alpha-Jets auf RUF-Truppen in dicht besiedelten Wohngebieten seien Dutzende von Menschen getötet worden. Ecomog- Einheiten konnten unbestätigten Berichten zufolge in das von Rebellen gehaltene Viertel Brookville vordringen. Große Teile der Stadt seien aber noch in der Hand der Aufständischen. Anderen Berichten zufolge kam es dagegen gestern nicht zu größeren Kämpfen.

Nachdem die Rebellen einen gemeinsamen Aufruf der Regierung und des inhaftierten RUF- Führers Foday Sankoh zu einer Waffenruhe zurückgewiesen hätten, versuche die Ecomog jetzt, sie durch eine Gegenoffensive zu Verhandlungen zu zwingen, teilte Sierra Leones Informationsminister Julius Spencer mit.

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