: Drogenmafia schließt Geschäfte
RIO DE JANEIRO afp ■ Knapp eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat die Drogenmafia die Schließung zahlreicher Geschäfte in Rio de Janeiro erzwungen. In mehreren Stadtvierteln hätten Mitglieder des so genannten Comando Vermelho den Geschäftsleuten befohlen, ihre Läden nicht zu öffnen, sagte ein Sprecher der Militärpolizei am Montag im Rundfunk. Die Polizei habe Beamte in die betroffenen Gegenden entsandt. Ein Sprecher der Zivilpolizei gab an, vier Verdächtige seien bereits verhaftet worden. Derzeit werde geprüft, von wo aus die Befehle erteilt worden seien, mit denen offenbar kurz vor der Wahl Panik erzeugt werden solle. Nach zunächst nicht offiziell bestätigten Angaben handelt es sich hierbei um eine Reaktion der Drogenmafia auf die Aufhebung des Besuchsrechts für zwei ihrer inhaftierten Anführer.
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