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Drittes Gold für Franjo von AllmenEin Held, der es noch nicht so ganz glauben kann

Franjo von Allmen gewinnt bei den Olympischen Spielen in Bormio den Super-G. Er ist erst der dritte männliche Skifahrer, der dreimal Gold holen konnte.

Drei Goldene sind es jetzt schon. Franjo von Allmen hat am Mittwoch nach Abfahrt und Team-Kombination auch den Super-G der Männer gewonnen. Der 24-jährige Skiprofi aus der Schweiz hat sehr früh dafür gesorgt, dass er der Superstar dieser Spiele wird.

Allmens sensationeller Erfolg in Bormio, wo die Männer ihre alpinen Wettbewerbe abhalten, hat eine Vorgeschichte und zugleich kommt er überraschend. Die Vorgeschichte ist kurz: 2025 wurde er im österreichischen Saalbach Doppelweltmeister. Seither wusste man, dass da in der Schweiz ein Ausnahmekönner die Hänge hinabrast. Als er dann noch wenige Tage vor den Winterspielen in Crans-Montana gewann, war klar, dass er als Olympiafavorit anreist. Allerdings beim Super-G, den er nun für sich entscheiden konnte, galt Allmens Teamkollege Marco Odermatt als erster Sieganwärter. Der wurde nur Dritter.

Franjo von Allmen, der aus der Gemeinde Boltigen im Kanton Bern stammt, hat sich schon früh professionell aufgestellt. Zugleich stellt er sich als lokal verbundener Sportsmann vor. „Für die nötige Bodenhaftung machte ich die Lehre zum Zimmermann. Ein Beruf, dem ich bei Gelegenheit immer noch mit Freude nachgehe“, berichtet Allmen auf der Website seines Fanclubs.

Dass sein Leben so bodenständig weitergehen wird, dürfte unwahrscheinlich sein. Mit den Erfolgen bei Olympia ist von Allmen erst der dritte männliche Skifahrer – nach Toni Sailer (1956) und Jean-Claude Killy (1968) –, der dreimal Gold bei denselben Spielen gewonnen hat. Nicht einmal Rosi Mittermaier, deren Doppelgold gerade ihr 50. Jubiläum feiert, kann da mithalten. Felix Neureuther, Rosis Sohn und zugleich ARD-Experte in Bormio, sagte: „Die Leistung, die er hier abliefert, davor kann man mehr als dreimal den Hut ziehen.“

Ob Franjo von Allmen das alles schon so realisiert, lässt sich schwer sagen. Im Zielbereich von Bormio, wo er auf dem Stuhl des Führenden saß, machte er einen eher ungläubigen, zweifelnden Eindruck. Aber: Er ist’s wirklich.

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