Die Wahrheit

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Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Die Leserschaft darf sich an einem Poem über die lästigen Passwörter erfreuen.

Foto: reuters

Fünf-Neunzehn-großesACH-Drei-Zwanzig-k-a-Sieben.

Dies neue Passwort merk ich mir wie keins:

Fünf-neunzehn- … halt, stop! Fehlt da nicht ne Eins?

Wo bitte ist denn der Notizzettel geblieben?

Nochmal: Fünf– … nee, das ist ja gar nicht meins,

das ist von Klaus. Wo hab ich meins denn aufgeschrieben?

So viele Zahlen … Ach, ich fühl mich wie zerrieben

und hab doch nur das kleine Einmaleins.

Jetzt weiß ich: Nach dem ACH kommt ganz klar Neunzehn-Drei …

und dann … Zwo-Zwölf? Mir schwindelt, und ich spür:

Der ganze große Zahlen-Ziffern-Zeichenbrei,

dies Merken und Erinnern, ist bloß Ouvertür.

Sobald ich’s weiß, droht schon die nächste Teufelei:

Ich hab das Passwort – doch ich weiß nicht mehr, wofür.

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