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Die WahrheitDie Eine

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über einen sommerlichen Wunsch erfreuen.

Foto: dpa

Ich wünschte mir so lange schon

die Eine, die sich an mich schleicht,

mich greift, mir Geist und Leib erweicht,

den Kopf mir bringt zur Explosion.

Die mir die Schenkel schlottern macht,

mich Rotz und Wasser heulen lässt.

Die Haut und Stimme mir erblässt,

ans Bett mich fesselt Tag und Nacht.

Die Eine, die mit zartem Hauch

stupst, dass ich aus den Schuhen kippe

und fiebersüß in Trance eintauch

nach sanftem Kuss von ihrer Lippe.

Ich wollte sie – und krieg sie auch,

die letzte schwere Sommergrippe.

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Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.

Warum beweisen, wenn man behaupten kann.

Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.



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