Die Wahrheit: Kleine Große
Erkenntnisse eines WM-Pathologen (16): Fußballspieler sind im Durchschnitt bloß dreieinhalb Käse hoch. Für Große gibt es schließlich Basketball.
D ie Welt ist im Fußballfieber. Bernd Gieseking untersucht die Pathologie des Geschehens. Der Linksfuß kennt alle Krankheitsbilder, die mit Ball zu tun haben.
Eine tolle WM. Die Größten sind die Kleinsten. Endlich werden die sogenannten Kleinen rehabilitiert. Nein, ich rede nicht von Nationen. Ich rede von Spielern.
Brasilianische Krankheitsbilder von galoppierender Extase bis zu letalem Schmerz.
Der Schweizer Xherdan Shaqiri, drei Tore gegen Honduras. 1,69 Meter groß. Aber Per Mertesacker ist 1,98. Was soll das? Wofür? Aus Mitleid mit Großen hat man Basketball erfunden. Da spielt man den Ball mit der Hand in einen Korb oben, weil die gar nicht so weit unter sich schauen können. Bei Hockey bekämen die Haltungsschäden. Lionel Messi, Argentinien, 1,69! 2 Tore gegen Nigeria. Ich wette, er und Shaqiri haben da noch jeweils so ein, zwei Zentimeter dazugemogelt. Philipp Lahm ist 1,70! Angeblich. Der kleinste Spieler der WM ist der Grieche Ioannis Fetfatzidis, 1,63! Andrés Iniesta 1,70. Franck Ribery spielt nicht mit, wär aber 1,70 gewesen.
Und heute spielt sogar Shaqiri gegen Messi! Nein, diese Kolumne hat nichts damit zu tun, dass ich selber unter 1,70 bin. Natürlich nicht. Das wäre ja pathologisch!
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