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Die WahrheitMehr Satire braucht das Land

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über die Satire erfreuen.

Mehr Satire braucht das Land

Alle sind Charlie jetzt: Juden, Moslems, Christen.

Alle haben jetzt Satire furchtbar lieb.

Unsre Spottpoeten, Karikaturisten

sind die Allergrößten im Kulturbetrieb.

An Verhandlungstischen und in Bischofskonferenzen

geh’n Satirehefte rasch von Hand zu Hand.

Und Politiker und heil’ge Exzellenzen

sind sich einig: mehr Satire braucht das Land!

Lachen scheckig sich, wenn ein Satiredichter

sie in lock’ren Versen durch den Abfluss dreht,

wenn ein Zeichner ihre müden Glattgesichter

faltet, knubbelt, schrumpelt oder lustvoll bläht.

Wie sie sich da lachend auf die Schenkel schlagen.

Ja, da wackelt der Verhandlungstisch im Kabinett.

Schäuble kippt laut gackernd aus dem Geld-Streitwagen.

Merkel platzt am Aussitz-Steiß fast das Jackett.

Auch der Klerus amüsiert sich leise – aber heftig.

Witze über Missbrauch und den Zölibat

finden Marx und Lehmann zwar ein wenig deftig –

aber, ehrlich, kribbeln tut es im Ornat.

Freiheit der Satire. Niemand will sie brechen.

Und ist’s einem mal ein bisschen viel an Ironie,

und er lässt mal kurz Justitias Waffen sprechen,

ist das gar nicht bös gemeint: er ist Charlie!

Die Wahrheit auf taz.de

Die Wahrheit

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.


Die Wahrheit

hat den einzigartigen täglichen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.


Die Wahrheit

hat drei Grundsätze:

Warum sachlich, wenn es persönlich geht.

Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.

Warum beweisen, wenn man behaupten kann.

Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.



Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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4 Kommentare

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  • Rainer B.

    Satire kann niemals politisch korrekt sein. Jeder Versuch dazu wäre zum Scheitern verurteilt, es käme nichts Gescheites dabei heraus, worüber man von Herzen lachen könnte.

     

    oder sehr viel besser ausgedrückt:

     

    "Political correctness ist doch nur die Angst der Sprachlosen vor dem Wortschatz.".und."Gott braucht unsere Anschleimerei nicht."

    (Sigi Zimmerschied)

  • Linus Blau

    In eigner Sache verschlägt es den Humor,

    Pennälerwitze bleiben außen vor.

    Ein Wunder: die Spötter schweigen

    betroffen mit Angela und Hollande in einem Reigen.

    Empathisch wie noch nie

    "Die Wahrheit" kondoliert Charlie!

  • andyconstr

    Um auch der Habgier lustvoll zu frönen, sollte man jetzt den Mangel an Ausgaben dafür ausnutzen sie öffentlich auf Plätzen zu versteigern.Da würde uns doch allen die Hose aufgehen, ist doch die blanke Wahrheit, oder ?

  • Vladimir 52

    es geschehen noch zeichen

    und wundert euch nicht

    den Teufel tue ich

    mir an