Die Wahrheit

Frühlings Erwachen

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über jemanden, der es einfach macht, erfreuen.

Bild: Rüdiger Tillmann

Mache ich es ganz allein

geht es mir durch Mark und Bein

Tue ich es mal zu zweit

dauert’s eine Ewigkeit

Machen wir es mal zu dritt

komm ich nie so richtig mit

Tun wir es dann mal zu viert

ist’s mir schlicht zu kompliziert

Mache ich es spirituell

geht es meistens viel zu schnell

Tue ich es rational

sieht es doof aus und banal

Mache ich’s auf Alkohol

fühlt sich’s an wie ein Symbol

Geh ich’s völlig nüchtern an

weiß ich nie: Bin ich jetzt dran?

Tu ich’s, wie es alle tun

fühle ich mich wie ein Huhn

Mach ich’s, wie es mir gefällt

ist es nicht von dieser Welt.

Tu ich es von hinten links

verrenk ich meistens mir das Dings

Tu ich es von vorne rechts

bin ich Schande des Geschlechts

Mache ich’s im Dauerlauf

ähnelt es dem Schlussverkauf

Mache ich es schlicht im Stehn

kann ich gleich nach Hause gehn

Wie man sieht: Wie ich’s auch mach

bleibt es bloß ein Weh und Ach

Wisst Ihr was: Ist mir zu schwer

Mach ich es halt gar nicht mehr

Die Wahrheit auf taz.de

Einmal zahlen
.

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit. Sie hat den ©Tom. Und drei Grundsätze.

Wenn Sie bei der taz anrufen, bekommen Sie keine gewöhnliche Warteschleife zu hören. Bei uns liest die Wahrheit ihre Gedichte vor!

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben