Die Todesspirale für Verbrennerautos: Durchbruch der E-Mobilität

Der Gewerkschafter Hans Lawitzke erklärt in dem taz Talk den Siegeszug der Elektroautos.

Auf dem Bild Anja Krüger, Hans Lawitzke und Pascal Beucker

Verkaufsschlager Elektroauto: A. Krüger, H. Lawitzke, P. Beucker Foto: D. Morath, IG Metall, privat

Der Verkauf von E-Autos hat im vergangenen Jahr rasant zugenommen, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat 2021 zum Jahr der Elektromobilität ausgerufen – mit recht. Nicht nur der Klimawandel, auch viele ökonomische Faktoren in der Automobilindustrie werden dafür sorgen, dass zumindest in Europa und China E-Autos konventionelle Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor verdrängen werden.

Davon ist Hans Lawitzke, Sekretär des Europäischen Betriebsrats bei Ford und Mitglied der IG Metall, überzeugt. Massiv sinkende Preise von Batterien führen dazu, dass E-Autos preislich gegenüber konventionellen Autos nicht nur konkurrenzfähig sind, sondern schon bald überlegen. Denn sie werden nicht nur in der Anschaffung billiger, sondern halten auch länger, weil sie weniger Verschleißteile haben.

Schon in wenigen Jahren werden sich konventionelle Pkw auf dem Gebrauchtwagenmarkt viel schlechter verkaufen lassen als Elektrofahrzeuge, erwartet der Marktkenner. Auch die Zahl der Ladesäulen, an denen E-Autos aufgeladen werden, wird schnell steigen, ist er sicher. Denn das E-Tanken ist für die Betreiber der Ladesäulen ein sehr gutes Geschäft.

Für den Bau von E-Fahrzeugen werden zwar weniger Arbeitskräfte gebraucht. Das heißt aber nicht, dass in der Autobranche insgesamt Arbeitsplätze entstehen, sagt der Gewerkschafter. Denn die Hersteller werden neue Dienstleistungen fürs Auto anbieten, wodurch neue Arbeitsplätze entstehen.

Im taz Talk spricht Inlandsredakteur Pascal Beucker mit der Wirtschaftsredakteurin Anja Krüger und Hans Lawitzke.

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