■ Die Telekom geht nach Rußland: Leitungen für 40 Milliarden Dollar
Bonn (dpa) – Die Deutsche Telekom will mit ihrem französischen Partner France Telecom und dem amerikanischen Konzern US West das russische Telefonnetz modernisieren. Die (zur Zeit noch staatliche) Gesellschaft teilte am Wochenende mit, daß zwischen 50 russischen Städten mit einem Netz von 50.000 Kilometer Länge Glasfaserkabel verlegt werden sollen. Ein entsprechendes „memorandum of understanding“ sei in Moskau unterzeichnet worden.
Die geschätzen Kosten von 40 Milliarden Dollar seien bislang nur eine „Daumengröße“, sagt der Telekomsprecher. Über die Finanzierungsmodalitäten und den jeweiligen Anteil der Partner an den Investitionen werde zur Zeit noch verhandelt. Das russische Ministerium für Kommunikation fordert, daß die Hälfte der technischen Ausrüstung von russischen Firmen geliefert werden. Auch an der zu gründenden Aktiengesellschaft, die eine Betreiberlizenz für mindestens 50 Jahre bekommen solle, will Rußland die Mehrheit haben.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen