piwik no script img

Die Apartheid-Täter packen aus

Die südafrikanische Wahrheitskommission hat jetzt einen entscheidenden Durchbruch erzielt: Zunehmend beantragen ehemalige Täter aus Polizei, Militär und Geheimdienst, die in der Apartheid-Zeit Straftaten begangen haben, Amnestie. In den vergangenen Wochen hörte der zuständige Ausschuß der Kommission ehemalige hochranginge Geheimpolizisten an.

Der Bekenntisprozeß ist bislang allerdings so einseitig, daß der Vorsitzende der Kommission, Erzbischof Desmond Tutu, mit Rücktritt gedroht hat. Aus den Reihen des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) nämlich lassen Amnestieanträge bislang noch immer auf sich warten. Die Kommission untersucht Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Apartheid- Zeit.

Amnestie kann derjenige erhalten, der ein politisches Verbrechen begangen hat und ein volles und glaubwürdiges Geständnis ablegt.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen