: Die Apartheid-Täter packen aus
Die südafrikanische Wahrheitskommission hat jetzt einen entscheidenden Durchbruch erzielt: Zunehmend beantragen ehemalige Täter aus Polizei, Militär und Geheimdienst, die in der Apartheid-Zeit Straftaten begangen haben, Amnestie. In den vergangenen Wochen hörte der zuständige Ausschuß der Kommission ehemalige hochranginge Geheimpolizisten an.
Der Bekenntisprozeß ist bislang allerdings so einseitig, daß der Vorsitzende der Kommission, Erzbischof Desmond Tutu, mit Rücktritt gedroht hat. Aus den Reihen des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) nämlich lassen Amnestieanträge bislang noch immer auf sich warten. Die Kommission untersucht Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Apartheid- Zeit.
Amnestie kann derjenige erhalten, der ein politisches Verbrechen begangen hat und ein volles und glaubwürdiges Geständnis ablegt.
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