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Deutschlands Einsatz für KlimazieleBio-Bauern verklagen Regierung

Bio-Landwirte sehen Grundrechte verletzt, weil Deutschland zu wenig für den Klimaschutz tue. Gemeinsam mit Greenpeace klagen sie.

Drei deutsche Bio-Landwirte verklagen gemeinsam mit Greenpeace die Bundesregierung, weil diese zu wenig gegen den Klimawandel unternehme. Die Klimaziele seien justiziabel und bindend, heißt es in einer am Sonnabend verbreiteten Erklärung der Umweltschutzorganisation.

Die Bundesregierung verstoße gegen Grundrechte, wenn sie nicht weitere Maßnahmen ergreife, um das deutsche Klimaziel für das Jahr 2020 noch zu erreichen, heißt es darin weiter. Deutschland will bis zu diesem Jahr die Treibhausgas­emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren.

Die Klage soll den Angaben zufolge beim Berliner Verwaltungsgericht eingereicht werden. Bei den weiteren Klägern handelt es sich um Familien, die Bio-Landwirtschaftsbetriebe auf der Nordseeinsel Pellworm, im Alten Land bei Hamburg und im brandenburgischen Ogrosen führen.

Sie fühlen sich bereits jetzt betroffen von den Folgen der Erderwärmung. Dazu zählten etwa Ernteausfälle durch Extremwetter wie Trockenheit und Starkregen oder Schädlingsbefall.

Greenpeace sieht beim Unterlassen ehrgeizigerer Maßnahmen Grundrechte zum Schutz von Eigentum, Beruf, Leben und Gesundheit verletzt. „Die Bundesregierung muss alles dafür tun, dass der Klimawandel künftig nicht immer häufiger die Lebensgrundlage von Familien gefährdet“, sagte Greenpeace-Expertin Anike Peters.

Deutschland könne das Klimaziel für das Jahr 2020 bei sicherer Stromversorgung noch erreichen. Dazu müsse das älteste Drittel der Braunkohlekraftwerke sofort abgeschaltet, weitere Braunkohleblöcke gedrosselt werden und saubere Alternativen wie Sonne und Wind konsequent ausgebaut werden. (epd, taz)

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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4 Kommentare

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  • Maria Singer

    Umweltschutz wird nur so weit geduldet wie es wirtschaftlich zu vertreten ist. Sollen auf Grund neuer Umwelt-Richtlinien in einem Unternehmen 20000 Stellen gestrichen werden. Wohl eher nicht. Ist ein schwieriges Thema.

  • Mitch Miller

    Jepp! Druck erhöhen, politisch Feuer machen, bohren, notfalls treten, an allen Fronten.



    Die Veränderung kann nur von unten kommen.

  • 9G
    98589 (Profil gelöscht)

    Gute Aktion! Noch besser wäre es gewesen sich diesen Klägern anzuschliessen. Gemeinsam macht stark.



    www.neuepresse.de/...klagt-gegen-die-EU

  • Peter Meisel

    Was soll der Klimaschutz, wenn wir inzwischen eine "MARKTKONFORME DEMOKRATIE" haben. Hier wird erklärt, worum es geht:



    Marktkonforme Demokratie

    www.ard.de/home/ra...4729562/index.html

    Frau Merkel hat das Regieren an die Industrie delegiert:



    "Marktkonforme Demokratie" ! Das Thema empfehle ich zu GOOGELn