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Basketballnation DeutschlandDeutsche, schaut auf diesen Sport!

Der deutsche Basketball feiert einen Erfolg nach dem anderen. Zu den Untergangserzählungen nach dem Aus bei der Fußball-WM passt das nicht.

Es geht wieder los. In dieser Woche ist die deutsche Basketball-Nationalmannschaft in Berlin zusammengekommen. Die WM-Qualifikation steht an. Am Freitagabend starten die Titelverteidiger in Riga mit dem Spiel gegen Israel in die WM-Qualifikation. Die Titelverteidiger? Ja, die Männerauswahl des deutschen Basketballbunds ist Weltmeister. Europameister ist sie auch. Bei den letzten vier großen Turnieren sind die Bas­ket­bal­le­r*in­nen immer mindestens bis ins Halbfinale gekommen – auch bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris.

Da gewannen Svenja Brunckhorst. Sonja Greinacher, Elisa Mevius und Marie Reichert Gold im 3x3-Basketball, der Open-Air-Variante des Sports, bei der auf einen Korb gespielt wird. Fünf deutsche Frauen, so viele wie nie zuvor, spielen in der hochklassigen US-Profiliga WNBA. Sie sollen das Gerüst des Teams bilden, dem bei der Heim-WM, die am 4. September beginnt, doch einiges zugetraut wird.

Der deutsche Basketball hat in der jungen Vergangenheit etliche Stars produziert. Sie spielen in den USA in der besten Liga der Welt. Gab es früher nur den einen alles überstrahlenden Dirk Nowitzki, der die Dallas Mavericks 2011 zum NBA-Titel geführt hat, gibt es heute eine Reihe deutscher Spieler, die sich dort einen Namen gemacht haben.

Den Brüdern Moritz und Franz Wagner sind nach dem WM-Titel 2023 so viele Herzen zugeflogen, dass die ARD gleich eine Doku-Serie über die beiden gedreht hat. Denis Schröder, das Herz der deutschen Auswahl, der sowohl bei der EM im vergangenen Jahr als auch beim WM-Titel zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt wurde, ist das Gesicht einer Mannschaft, die als goldene Generation des deutschen Basketballs gefeiert wird.

Helle Zukunft

Doch die nächste Generation ist schon auf dem Sprung. 2025 hielten die Deutschen bei der U19-WM in Lausanne Silber. So etwas hatte es noch nie gegeben in der Geschichte des deutschen Basketballs. In der Starting Five standen damals unter anderem Hannes Steinbach, Christian Anderson und Jack Kayil.

Im Basketball gibt es keine Krise, kein sinnloses Gerede über fehlende Leistungsbereitschaft

Die beiden ersteren wurde gleich in der ersten Runde des NBA-Drafts ausgewählt und können sich auf eine Karriere in den USA vorbereiten. Jack Kayil musste ein wenig warten, bis er von einem Team ausgewählt wurde, aber wer gesehen hat, wie der junge Mann mit seinen 20 Jahren in der abgelaufenen Saison dazu beigetragen hat, dass Alba Berlin dem teuren Kader des FC Bayern München den Titel entrissen hat, wird sich keine Sorgen um die sportliche Zukunft des Berliners machen. Und seit es in den US-College-Ligen sehr gutes Geld zu verdienen gibt, streben so viele deutsche Talente wie noch nie in die Nachwuchsschmieden an den Universitäten in den USA.

Es scheint so, als müsse sich der deutsche Basketball keine allzu großen Sorgen um die Zukunft machen. Ein junger Basketballer aus Deutschland hat sich in der 3x3-Szene der Männer gar den Spitznamen „The Future“ erspielt. Die Videos der athletischen Aktionen von Fabian Giessmann haben auf Instagram längst ihre Fans. Zusammen mit Denzel Agyeman, Kevin Bryant und Niklas Kropp hat der 21-Jährige in diesem Jahr Silber bei der 3x3-WM in Polen gewonnen.

Fußballerisch mag Deutschland darniederliegen. Und wer nun die Schnauze voll hat, von all den Analogien, nach denen das frühe Scheitern der Deutschen bei der Fußball-WM ein Ausweis für die Krise eines kranken Landes ist, der möge seinen Blick auf den Basketballsport richten. Da gibt es keine Krise, kein sinnloses Gerede über fehlende Leistungsbereitschaft. Vielleicht sollte Deutschland den Fußball einfach mal links liegenlassen. Deutschland ist eine Basketballnation. Da sollte man hinschauen.

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1 Kommentar

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  • Es geht um Basketball und über die Qualifikation der Männer für die WM aber kein Wort darüber, dass die WM der Frauen im September in Berlin stattfindet.