: Denkmälern droht Verfall
BERLIN dpa ■ Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat Finanzminister Hans Eichel (SPD) vor einer Änderung im Steuerrecht gewarnt, „die zu einem stetigen Verfall, wenn nicht gar Verlust von Denkmälern“ zu führen drohe. Der Anreiz für Investitionen in Denkmäler sei eine wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung von rund einer Million Baudenkmälern. Private und gewerbliche Denkmaleigentümer zeigten zwar Engagement, seien aber oft nicht in der Lage, die erheblichen Belastungen alleine zu tragen. Daher bleibe die Förderung der Denkmalinstandsetzung durch Steuererleichterungen weiterhin kulturpolitisch unverzichtbar, betonte das Nationalkomitee gestern. Der jetzt vorliegende Referentenentwurf zum Steuervergünstigungsabbaugesetz ziele aber darauf ab, die steuerlichen Rahmenbedingungen für Denkmaleigentümer zu verschlechtern.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen