: Das Stimmrecht war‘s
IG-Metall-Chef Zwickel: Konnte Millionenzahlungen an Mannesmann-Manager nicht verhindern
HAMBURG rtr ■ IG-Metall-Chef Klaus Zwickel hat sich erstmals persönlich zu den gegen ihn eingeleiteten Ermittlungen wegen der Vergabe von Millionen-Abfindungen an Spitzenmanager von Mannesmann geäußert. In einem gestern in Frankfurt veröffentlichten Rundschreiben an alle Verwaltungsstellen und Bezirksleitungen der Gewerkschaft betonte Zwickel, weder er noch die Arbeitnehmervertreter hätten insbesondere die Millionen-Zahlungen an Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser verhindern können.
Zwickel trat der Interpretation entgegen, er habe mit seiner Unterschrift erst den Weg für die Zahlung frei gemacht und Esser damit zu dem Geld verholfen. Zur Begründung wies der IG-Metall-Chef darauf hin, dass seit Herbst 1999 bei Mannesmann das Mitbestimmungsgesetz gegolten habe, das dem Aufsichtsratschef ein Doppelstimmrecht gebe. Damit habe er die Entscheidung nicht verhindern können.
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