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Das Geheimnis der Warzen

Warzeninfektionen zählen zu den häufigsten Hauterkrankungen. Nahezu zehn Prozent aller Konsultationen bei einem Hautarzt gelten dem lästigen virusbedingten vermehrten Zellwachstum.

Erst die Mikrobiologie des 20. Jahrhunderts erbrachte den Beweis, daß kugelige, nur 0,00005 Millimeter große Viren die Auslöser für die Warzenbildung sind. Bis die Viren an den befallenen Hautpartien ein verstärktes Zellwachstum auslösen, das schließlich als Warze identifizierbar ist, vergehen meist mehrere Wochen oder gar Monate.

Eine Warzeninfektion erfolgt entweder direkt durch Hautkontakt mit einem Warzenträger oder indirekt über Gebrauchsgegenstände oder auch durch Wasser. Besonders weiche und feuchte Hautstellen erweisen sich für die Warzenviren als geeignete Angriffsflächen.

Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht deshalb beispielsweise in Schwimmbädern. Unter den über vierzig verschiedenen Warzenarten werden drei Haupttypen unterschieden.

Zu den häufigsten Warzenerkrankungen zählen die gewöhnlichen oder vulgären Warzen, die meist am Handrücken oder den Fingergliedern auftreten. Die sogenannten Dornwarzen, auch plantare oder Sohlenwarzen genannt, wachsen dornartig in die Tiefe der Fußsohlen und können zu starken Schmerzen beim Bewegungsablauf führen.

Plane juvenile Warzen treten vor allem bei Jugendlichen auf und bevölkern bevorzugt die Gesichtshaut mit kleinen, nur stecknadelkopfgroßen Knötchen. Die Behandlung von Warzenerkrankungen erfolgt in der Schulmedizin äußerlich durch Schneiden, Verätzen oder das regelmäßige Auftragen von Warzenlack.

Neuere Methoden sind das Vereisen mit flüssigem Stickstoff oder das Abdampfen mit laserchirurgischem Werkzeug. Eigenmächtiges Schneiden und Ausschaben kann zu Entzündungen bis hin zur Blutvergiftung führen und sollte dringend unterbleiben.

Wieso „alternative“ Heilmethoden – wie etwa das „Besprechen“ – bei Warzenerkrankungen häufig gute Erfolge erbringen, ist wissenschaftlich bislang noch nicht erwiesen.

Zur Vorbeugung gegen eine Warzeninfektion empfiehlt es sich vor allem, auf warme und trockene Füße zu achten, nach jedem Schwimmbadbesuch Hände und Füße zu desinfizieren und gut abzutrocknen sowie – Mahnung an Sportlehrer und -trainer – auf das Barfußlaufen in Sporthallen zu verzichten.

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