: DSU-Gemeinderäte ausgetreten
Meerane — Eine Freie Wählervereinigung haben sieben DSU-Gemeinderäte in Meerane gebildet. Der Bürgermeister der Stadt, Dr.Peter Ohl, bisher ebenfalls DSU, erklärte, daß alle elf Meeraner DSU-Gemeinderäte — das Parlament der über 21.000 Einwohner zählenden Stadt hat insgesamt 35 Abgeordnete — aus ihrer Partei ausgetreten sind.
In einer Erklärung der Fraktion heißt es dazu, zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei eine DSU-Mitgliedschaft eher hinderlich für eine erfolgreiche Kommunalpolitik. Sie lastet dies vor allem inneren Streitigkeiten in der oberen Parteispitze an. Ohl wie auch der Meeraner Maschinen- und Stahlbau-Firmenchef Günter Rosenowski äußerten nachdrücklich ihren Willen zu von Parteiinteressen freier Kommunalpolitik.
Der Satzungsentwurf für die Wählervereinigung — in Anlehnung an Erfahrungen aus Baden- Württemberg und mit Unterstützung der Partnergemeinde Lörrach bei Basel erarbeitet — stehe zur Registrierung an. Danach wolle man im gesamten Stadtgebiet wirksam werden.
Von den rund 12.000 Meeranern im erwerbsfähigen Alter sind rund 40 Prozent ohne Arbeit. In Hoffnung auf die VW-Sachsen-AG- Nähe steuert die Stadt energisch auf die Errichtung eines Gewerbeparkes für die Autozulieferindustrie und andere Unternehmen zu. Mit der Deutschen Reichsbahn stehe man über einen Gleisanschluß in Verhandlung. adn
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen