DFB-Pokal der Männer

Werder wie in alten Zeiten

Dank der besten Leistung seit Ewigkeiten gewinnt Werder Bremen mit 4:3 bei Borussia Mönchengladbach. In den weiteren Spielen siegen die Favoriten.

Drei Spieler von Werder Bremen jubeln.

Bremer Jubel nach dem 2:1: Pizarro, Vestergaard und Gebre Selassie feiern. Foto: ap

BERLIN dpa | Der FC Bayern und Bayer Leverkusen stehen im DFB-Pokal unter den letzten acht Teams. Mönchengladbach verpasste dagegen den Viertelfinal-Einzug. In einem packenden Fußball-Fight musste sich die Borussia am Dienstagabend daheim gegen Werder Bremen mit 3:4 (1:0) geschlagen geben. Innerhalb weniger Tage war es schon die dritte Pleite in Serie für den Bundesliga-Fünften, allein in diesen drei Partien kassierte Mönchengladbach 13 Gegentore.

Bayern München meisterte seine Aufgabe beim 1:0 (1:0) gegen Darmstadt 98 mit etwas Mühe, Xabi Alonso erzielte das Tor des Tages in der 40. Minute mit einem sehenswerten Fernschuss. Vor 72.500 Zuschauern zeigten sich die Bayern in der diesmal nicht ausverkauften Münchner Fußball-Arena oft zu uninspiriert. Trotz allem können die Münchner, die in den vergangenen sechs Jahren mindestens das Halbfinale erreichten und 2016 in drei Wettbewerben weiter Titelchancen haben, entspannt auf die Auslosung am Mittwoch blicken.

Auch Leverkusens Auftritt war allenfalls solide, gegen den wacker kämpfenden Viertligisten SpVgg Unterhaching war aber schon das genug. Im Mai 2000 hatte Bayer an selber Stelle am letzten Bundesliga-Spieltag noch die Meisterschaft verloren. Mehr als 15 Jahre später träumte die SpVgg nach Maximilian Bauers 1:0 (27.) nur kurz vom nächsten Coup. Javier Hernandez (31.), Stefan Kießling (55.) und Karim Bellarabi (83.) machten für Leverkusen die Tore zum 3:1 (1:1).

Mönchengladbach geht auf der Zielgeraden des Fußballjahres 2015 die Puste aus. Eine Woche nach dem Scheitern in der Champions League folgte der nächste Rückschlag. Die zuvor in vier Pflichtspielen sieglosen Bremer zogen hingegen erstmals nach sechs Jahren wieder in die Runde der letzten acht Mannschaften ein.

Pizarro trifft für Bremen

Erst in der Schlussphase schossen Claudio Pizarro (75.) und Anthony Ujah (78.) den Werder-Sieg heraus. Zuvor hatten Janek Sternberg (52.) und Jannik Vestergaard (58.) die ersten beiden Bremer Treffer erzielt. „Das war auch finanziell ein wichtiger Sieg für den Verein“, sagte Manager Thomas Eichin. Die Gladbacher Tore schossen Lars Stindl (32.) und zweimal Branimir Hrgota (73./90.+3).

Zweitligist 1. FC Heidenheim setzte sich beim Drittligisten Erzgebirge Aue mit 2:0 (0:0) durch und erreichte erstmals in seiner Vereinsgeschichte das Viertelfinale im DFB-Pokal. Arne Feick (48.) und Marc Schnatterer (54.) sicherten in Aue den Sieg für die Gäste, die auch erstmals überhaupt in der Runde der letzten 16 gestanden hatten.

Die weiteren vier Achtelfinalpartien finden am Mittwoch (19 Uhr/21.30 Uhr) statt, dann wird auch das Viertelfinale ausgelost, das für den 9./10. Februar 2016 angesetzt ist.

.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de