: Christmette in Bethlehem ohne Arafat
Israel verweigert Arafat den Weihnachtsbesuch in Bethlehem. Häuser in Hebron zerstört
HEBRON ap ■ Die israelische Regierung will Jassir Arafat auch in diesem Jahr einen Weihnachtsbesuch in Bethlehem verweigern. Ein Regierungsvertreter erklärte, Arafat dürfe nicht an der Christmette teilnehmen. Israel will sich nach Angaben des Regierungssprechers aber bemühen, die Ausgehverbote zu lockern und den Zugang zur Geburtskirche zu ermöglichen. „Das Letzte, was wir wollen, ist ein Selbstmordanschlag am Heiligen Abend“, sagte der Vertreter. Nach jüngsten Terrordrohungen sei ein Rückzug der Streitkräfte aus der Stadt nicht möglich. Arafat hat seit 1995 wiederholt an den Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem teilgenommen. Seit einem Jahr steht er unter Hausarrest in seinem Hauptquartier in Ramallah.
Nach dem Tod von zwei Soldaten in Hebron zerstörte die israelische Armee gestern drei Häuser. Die Streitkräfte rückten am frühen Morgen mit Bulldozern ein und machten ein Haus dem Erdboden gleich, von dem aus ein Palästinenser auf die Soldaten geschossen hatte.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen