piwik no script img

Chip-Kooperation geplatzt

MÜNCHEN/TOKIO dpa ■ Die Verhandlungen von Infineon und Toshiba über eine Kooperation im verlustreichen Speichergeschäft sind überraschend geplatzt. Nach intensiven Gesprächen habe sich herausgestellt, dass keine der diskutierten Optionen für beide Seiten zukunftsfähig wäre, sagte Infineon-Chef Ulrich Schumacher gestern. Die Konkurrenten wollten ein Gemeinschaftsunternehmen für Speicherchips gründen, an dem Infineon die Mehrheit gehabt hätte. Das deutsche und das japanische Unternehmen wollen nun nach neuen Partnern Ausschau halten. Toshiba will sich dabei teilweise aus dem Speichergeschäft zurückziehen.

Infineon und die Toshiba-Halbleitersparte hatten sich bereits auf gemeinsame Vorstellungen geeinigt. Knackpunkt der Verhandlungen war, dass Infineon die Restrukturierungskosten von etwa 500 Millionen Euro bei Toshiba nicht übernehmen wollte. Toshiba kündigte an, alle seine amerikanischen Fabriken bis Februar an den US-Konzern Micron Technology zu verkaufen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen