: Chefärzte im Glück
■ Nur jeder vierte muß Abgaben zahlen
Frohe Kunde aus der Senatsverwaltung für Wissenschaft für die Chefärzte der Universitätskliniken. Nachdem das Parlament am Donnerstag beschlossen hatte, den Universitätsärzten bei der Behandlung von Privatpatienten die Nutzung medizinischer Geräte in Rechnung zu stellen und bis zu 60 Prozent der Gewinne einzubehalten, kann nun ein Großteil der Weißkittel aufatmen.
Maria Bering, persönliche Referentin des Wissenschaftssenators, bestätigte, daß die Neuerung nur jene Ärzte trifft, die ihre Berufung nach dem 1.1.1993 erhalten haben. „Das ist im Gesundheitsstrukturgesetz bundesweit vorgesehen. Es gibt keinen Grund, davon abzuweichen“, so Bering. Ansonsten seien Wettbewerbsverzerrungen für Berlin zu befürchten, prophezeit die Referentin.
Rund 120 Chefärzte an den Universitätsklinika konnten bislang aus dem vollen schöpfen; daran wird sich nur für etwa jeden vierten etwas ändern. Im Universitätsklinikum Rudolf Virchow (URVK) fällt nur ein einziger Professor unter die Neuregelung. Etwas mehr betroffen sind das Uniklinikum Steglitz und die Charité, wo insgesamt rund dreißig Ärzte zur Kasse gebeten werden. ges
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen