■ CDU/FDP: Geißler contra Kinkel
Bonn (dpa) – Heiner Geißler (CDU) hat Außenminister Klaus Kinkel (FDP) Versäumnisse in der Menschenrechtspolitik vorgeworfen. Im ZDF sagte Geißler gestern, der FDP-Chef hätte „die Menschenrechtsfrage zum integrativen Bestandteil seiner Politik“ machen müssen. Nach Ansicht Geißlers sind die Versäumnisse bei den Bonn-Besuchen des von Teheran verfolgten britischen Autors Salman Rushdie und des Dalai Lama besonders deutlich geworden. Man dürfe „die wirtschaftlichen Interessen nicht überbewerten und vor allem die Menschenrechte nicht auf dem Altar der Diplomatie und des Gewinns opfern“.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 290 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen