: Bush und Clinton eins
■ Gemeinsame Erklärung zu Haiti
Washington (wps/taz/dpa) – Die alten und neuen Außenminister der USA, Lawrence Eagleburger und Christopher Warren, haben eine gemeinsame außenpolitische Erklärung veröffentlicht, in der sie sich hinter eine UNO-Initiative zur Vermittlung zwischen Haitis Militärjunta und dem gestürzten legitimen Präsidenten des Karibikstaates, Jean-Bertrand Aristide stellen. Ihre Differenzen über die Behandlung von haitianischen Flüchtlingen in den USA wurden in der Erklärung nicht angesprochen. Daß aber beide Administrationen sich auf diese Weise zusammentun, gilt als beachtlicher Schritt, der sonst in Übergangszeiten zwischen US-Regierungen nicht üblich ist.
Unterdessen wurden die Kongreß-Anhörungen der neuen Regierungsmannschaft Clintons in Washington fortgesetzt. Nach der problemlosen Anhörung im US- Senat über den Anwalt und bisherigen demokratischen Parteichef Ron Brown standen gestern der Kandidat für das Amt des Verteidigungsministers, Les Aspin, sowie Robert Reich, der Arbeitsminister werden soll, den Senatoren Rede und Antwort.
Der Jurist Brown, der als erster Schwarzer dem Handelsministerium vorstehen soll, versicherte am Mittwoch, er werde gegen unfaire Handelspraktiken hart durchgreifen und „spitze Ellbogen“ innerhalb des Kabinetts benutzen. Kritische Fragen nach seiner früheren Lobbytätigkeit für Haiti und japanische Elektronikfirmen wies er zurück.
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