piwik no script img

Bundesweite KulturpolitikGrütters fordert Kulturministerium

Die bundespolitische Bedeutung von Kultur ist enorm gewachsen, findet Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Das rechtfertige ein eigenes Ministerium.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU) Foto: Stefan Boness/Ipon

dpa | Monika Grütters, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, hat sich für ein eigenständiges Kulturministerium ausgesprochen. „Die bundespolitische Bedeutung der Kultur ist gewachsen“, sagte die CDU-Politikerin der Süddeutschen Zeitung im Interview.

Seit 1999 existiert die unter dem damaligen SPD-Kanzler Gerhard Schröder beim Bund eingerichtete Institution bereits. Grütters räumt ein, dass es richtig gewesen sei, das Kulturressort anfangs im Kanzleramt anzusiedeln. Doch nach 23 Jahren gebe es gute Gründe, die Behörde zu einem Bundesministerium zu machen.

Erstmals aufgegriffen hatte Grütters diese Forderung bereits 2005, als damalige Spitzenkandidatin der Berliner CDU für die Bundestagswahl. Es handle sich dabei nicht um eine Machtfrage, sagte sie der SZ. Vielmehr gehe es um Anerkennung und Wertschätzung durch die einzelnen Länder sowie die Einsicht, dass man gemeinsam mehr erreiche.

„Ich gehöre zur Gruppe der Politiker, die auch unter den Bedingungen der Pandemie verantwortungsbewusst Kultur ermöglichen wollen“, sagte Grütters weiter und äußerte sich erleichtert über zeitnahe Öffnungsperspektiven, zumindest für Museen.

Besorgniserregend seien die Folgen der Pandemie allerdings für die Kreativwirtschaft, der es mit am schlechtesten ginge. Daher fordert sie „einen neuen ‚Vertrag für die Künste‘ in Deutschland“ sowie eine Festsetzung der Kultur als Staatsziel im Grundgesetz.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

3 Kommentare

 / 
  • Fordern darf man ja - selbst übertriebene Forderungen sind nicht verboten!

  • 1G
    17900 (Profil gelöscht)

    "Das rechtfertige ein eigenes Ministerium."

    Mit Grütters an der Spitze! Das ist dreist!

  • Der Kulturminister der DDR lässt grüßen ;-)