: Britische Bauern klagen
Durch MKS geschädigte Landwirte wollen von der Regierung 1,6 Milliarden Euro Schadenersatz
LONDON ap ■ Ein Jahr nach dem Höhepunkt der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien verlangen die am schwersten betroffenen Bauern eine Milliarde Pfund (1,6 Milliarden Euro) Schadenersatz von der Regierung. Die Anwälte von rund 2.500 Agrarbetrieben begründeten ihre Forderung damit, dass die Regierung nicht rechtzeitig Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Seuche ergriffen habe. Die Klage wurde gestern in einem Brief an das britische Landwirtschaftsministerium angekündigt.
Um die MKS einzudämmen, wurden im vorigen Jahr mehr als vier Millionen Kühe, Schafe und Schweine getötet. Die Regierung schätzte die dabei entstandenen Schäden auf mehr als 2,7 Milliarden Pfund (4,3 Milliarden Euro). Zudem kam es zu erheblichen Einbußen in Handel und Tourismus. Der letzte Fall der Krankheit wurde am 30. September 2001 registriert, offiziell wurde Großbritannien am 23. Januar für seuchenfrei erklärt.
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