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Brasilien muß erneut mit dem IWF reden

■ Auf dem Wirtschaftsforum in Davos sprechen sich die USA gegen ein Frühwarnsystem und gegen Wechselkurskorridore aus

Davos/Rio de Janeiro (rtr/AP) Der IWF verhandelt mit der brasilianischen Regierung über eine Änderung des bereits zugesagten Kreditprogramms. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte dies der stellvertretende IWF-Direktor Stanley Fischer an.

Am Freitag hatte der Real trotz einer Zinserhöhung zeitweise um über zehn Prozent verloren. Gestern begann eine IWF-Delegation eine Unterredung mit brasilianischen Vertretern über das Wirtschaftsprogramm des Landes. Der IWF hatte Brasilien im November 41,5 Milliarden Dollar Kredite zugesagt. Jetzt geht es um die Auszahlung der zweiten Tranche davon.

US-Finanzminister Robert Rubin äußerte sich in Davos skeptisch über ein Frühwarnsystem vor Finanzkrisen. Wenn ein Land eine Warnung ausspreche, dann führe das nur zu Panik unter den Investoren. Nur höhere Transparenz könne zu mehr Sicherheit im weltweiten Finanzsystem führen. Die wichtigsten Währungen durch Währungskorridore lose aneinander zu binden, lehnte Rubin hingegen erneut vehement ab.

Am Rande des informellen Wirtschaftsgipfels einigten sich die USA und die Schweiz, einen Schlußstrich unter die NS-Kontroverse zu ziehen. Die Schweizer Bundespräsidentin Ruth Dreifuss und der US-Vizepräsident Al Gore vereinbarten jährliche Treffen auf Ministerebene und eine bilaterale Wirtschaftskommission. Sollen die wegen der Entschädigung von Holocaust-Opfern belasteten Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf eine neue Vertrauensgrundlage gestellt werden, nachdem mit den Schweizer Banken bereits ein Vergleich über Zahlungen erzielt worden war.

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