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Bosnische Zentralregierung steht

■ Serben stimmen OSZE-Mandat für Kommunalwahlen zu

Sarajevo (dpa) – Das bosnische Staatspräsidium hat sich zweieinhalb Monate nach den Wahlen auf die erste Nachkriegsregierung von Serben, Muslimen und Kroaten geeinigt. Präsident Alija Izetbegović und seine beiden Stellvertreter Kresimir Zubak und Momcilo Krajisnik legten am Samstag die Zusammensetzung des Ministerrates fest. An dessen Spitze sollen sich ein Serbe und ein Muslime wöchentlich als Vorsitzende abwechseln. Die Kroaten stellten einen stellvertretenden Vorsitzenden und den Außenminister, erläuterte der stellvertretende Chefkoordinator für die Friedenshilfe, Michael Steiner. Das Ministerium für innere Staatsangelegenheiten und Kommunikation soll ein Serbe übernehmen. Ein Muslime wird das Ressort für Außenhandel und Wirtschaft bekommen. Die Besetzung der Position ist offiziell noch offen und bedarf der Zustimmung des Bundesparlamentes. Die Führung der bosnischen Serben hat unterdessen einer Verlängerung der Mandates der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr zugestimmt. Präsidentin Biljana Plavsić habe dazu ein Dokument unterschrieben, teilte die OSZE gestern mit. Die Kommunalwahlen wurden bereits zweimal verschoben.