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Bis zum Jahr 2.000 im Zelt essen

■ Planung für Mensa-Sanierung jetzt abgeschlossen

Voraussichtlich erst zum Jahrtausendwechsel werden Bremer Uni-StudentInnen wieder in einer echte Mensa essen, teilte der Leiter des Studentenwerks, Christian Rohlfing, mit. Bis Dezember 1999 soll die abgebrannte Uni-Mensa innen saniert, um 200 auf 1.600 Sitzplätze erweitert und mit einem neuen Dach versehen sein. „Die Planungen dafür sind weitgehend abgeschlossen“, hieß es.

Auf dem Mensadach war am 17. Juni vergangenen Jahres ein Feuer ausgebrochen – verursacht durch zwei spielende Jungen. Die beiden damals Achtjährigen hatten mit Dachdeckermaterial gezündelt, das Handwerker dort abgestellt hatten. Als das Feuer auf das Gebäude übergriff, alarmierten die Kinder selbst anonym die Feuerwehr. Beim Brand in Mitleidenschaft gezogen wurde auch ein angrenzendes Studentenwohnheim. Nach dem Feuer mußte das Wohnheim vollständig geräumt werden: Von den 150 Appartements waren 25 ganz oder teilweise zerstört. Das Gebäude soll im Oktober wieder bezugsfertig sein.

Für den in der Mensa entstandenen Schaden zahlt die Feuerversicherung der Universität rund 14 Millionen Mark, teilte Rohlfing mit. Einschließlich der bereits vor dem Brand geplanten Sanierung rechnet er mit Baukosten von insgesamt 33 Millionen Mark. „Die Differenz tragen Bund und Land.“ Die Instandsetzung des Wohnheims kostet weitere vier Millionen Mark, vor allem wegen strengerer Brandschutzauflagen. Von der Versicherung gibt es 1,4 Millionen Mark. „Den Rest muß das Studentenwerk aufbringen“.

Allerdings hofft man noch auf weitere Versicherungsleistungen möglicherweise von der Haftpflichtversicherung der Dachdeckerfirma, deren Handwerker ihr Material unbeaufsichtigt auf dem Mensadach liegen ließen. Ob die Versicherung der Eltern eines kindlichen Brandstifters zahlen wird, ergibt sich nächste Woche dpa

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