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BirmaMeutern die ersten Soldaten?

In Rangun und in Mandalay sollen sich Truppen gegen Birmas Armeechef Than Shwe wenden. So berichten NGOs ...

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BERLIN taz Im Norden der ehemaligen Hauptstadt Rangun schießen Soldaten aufeinander. Und in der zweitgrößten Stadt Mandalay verweigern Soldaten den Befehl. Das berichtet die Nichtregierungsorganisation (NGO) Helfen ohne Grenzen der taz, sie beruft sich auf Kooperationspartner in Birma.

Danach sollen Soldaten der 66. Division in der Stadt Okkalappa nahe Rangun ihre Waffen gegen die reguläre Armee gewendet haben. Die rebellierenden Teile der Armee verteidigen die Demonstranten, es habe heftige Gefechte zwischen den rivalisierenden Einheiten gegeben.

Benno Röggla von der in Thailand ansässigen NGO Helfen ohne Grenzen sagte der taz, er habe Informationen, dass sich das Bataillon 907 der Democratic Karen Buddhist Army von den regierungstreuen Truppen abgespalten habe. Die Truppe sei nach Augenzeugenberichten gestern in Richtung Rangun aufgebrochen. Sie stelle sich gegen die Truppen, die dem Befehl von Junta-Chef Than Shwe gehorchen, und möchte die Mönche beschützen. Die Democratic Buddhist Army war vor zehn Jahren in die Armee eingegliedert worden.

Die Frau und die Familie des Generalissimus Than Shwe seien vor zwei Tagen zum Schutz ins Ausland geschafft worden. China habe die Generäle zur Mäßigung aufgefordert, in asiatischer Diktion heiße das viel. "Ich bin überzeugt, dass mit Druck Chinas im Hintergrund die Reformkräfte innerhalb des Regimes nach oben gespült werden", sagte Röggla der taz. "Es gibt solche Kräfte, die keine Berührungsangst mit der Opposition hat, also vor Aung Sann Suu Kyi und der National League for Democracy." Der oppositionelle Rundfunksender Voice of Burma berichtete, in Birmas zweitgrößter Stadt Mandalay hätten Soldaten der 33. Division den Gehorsam verweigert. Sie hätten nicht wie angeordnet auf Mönche und andere Demonstranten geschossen.

Auch die Opposition außerhalb Birmas formiert sich. Hunderte Menschen haben gestern vor Birmas Botschaft in London protestiert. Bis zu 400 Teilnehmer versammelten sich vor der Landesvertretung, um zum Regierungssitz des britischen Premierministers zu marschieren. Dort riefen sie: "Stoppt den Mord in Birma!"

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