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Haus am LützowplatzBildfindung im pinken Environment: Heiner Franzen

Ein bisschen ist es derzeit im Haus am Lützowplatzwie in Palermo bei der Manifesta 12: Die Umgebung ist so attraktiv, dass die Kunst zur interessanten Beigabe zu werden scheint. Doch der Eindruck trügt. Der kuschlige pinke Teppichboden, der über die gesamten Galerieräume und die Halfpipe-Einbauten ausgelegt wurde, ist selbst Kunst, Environment, und entzieht der Idee etwelcher Beigaben schlicht den Boden.

Zwar finden sich spezifische Einlassungen im All-over des Environments wie eine Aussparung in Form eines Schlüssellochs, hinter dem uns ein Auge entgegenschaut. Doch das ist Teil des Ganzen, wie die Monitore und Filmprojektionen in Form von Loops, wie die Zeichnungen an Wand und Boden, die ebenfalls da, wo sie ­ausläppern, wiederzukehren scheinen.

Bis 5. 8., Di.–So. 11–18 Uhr, Lützowplatz 9

Und so meint man allmählich zu verstehen: Heiner Franzenhat mit dem „Großen ­Gesichtsfeld“ im HaL quasi seinen Filmprojektor angeschmissen, um die Bildfindungs­prozesse im 21. Jahrhundert zu visualisieren und zu diskutieren. wbg

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