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Aus Ashburn und Orangeburg Sebastian Moll und Hansjürgen Mai

Vor den Toren der US-Hauptstadt Washington, im US-Bundesstaat Virginia, liegt die Kleinstadt Ashburn. Etwas mehr als 46.000 Einwohner leben hier. Die Menschen ziehen hierher, um dem hektischen Treiben der US-Hauptstadt zu entkommen. Sie suchen Natur, Land und Gemeinschaft. Es ist ein Ort, um eine Familie zu gründen oder seinen Ruhestand zu genießen.

Doch dieses Ashburn scheint bedroht. Mit 133 existierenden Rechenzentren ist Ashburn das Epizentrum von Data Center Ally, wie die Region im Landkreis Loudoun County auch genannt wird. Im gesamten Landkreis sind es bereits mehr als 250 Rechenzentren, mit mehr in Planung.

Für die einen sind Rechenzentren ein Zeichen der US-amerikanischen Technologiedominanz und ein wirtschaftlicher Zukunftsfaktor. Für die anderen sind sie unästhetische Bauklötze, die die eigene Gesundheit beeinträchtigen, übermäßig Ressourcen verbrauchen und die Umwelt schädigen. In jedem Fall aber sind die Rechenzentren eins: eines der beherrschenden Wahlkampfthemen vor den Midterms, den Zwischenwahlen für den Kongress, im November.

Es gibt eine wachsende Zahl von Menschen in Ashburn, die Proteste gegen die Rechenzentren organisiert. Sie schreiben an zuständige Politiker und reden mit Medienvertretern. Eine von ihnen ist die 59-jährige Vicky Hu. Die Immobilienmaklerin lebt seit mehr als 20 Jahren in Ashburn.

„Not in my backyard“

Bereits im Vorgarten ihres Hauses ist zu erkennen, wie sie über Rechenzentren denkt. Mehrere kleine Plakate stecken dort im Gras: „No Power Lines Near Homes“ steht darauf, oder: „Not in my backyard“.

Vicky Hu ist gegen eine geplante Hochspannungsleitung, die das regionale Energieunternehmen Dominion Energy bauen will, um die energieintensiven Datenzentren mit dem nötigen Strom zu versorgen. Eine der vorgeschlagenen Strecken würde die neue Hochspannungsleitung direkt hinter dem Haus von Hu vorbeiführen.

„Wir haben genug davon. Sie zerstören das Zuhause der Menschen. Sie zerstören die Umwelt, verschmutzen die Luft und unser Trinkwasser. Sie wollen uns erzählen, das geschehe zu unserem Wohl. Ich habe davon keinen Nutzen“, sagt Hu.

Dominion Energy plant eine 500-Kilovolt-Hochspannungsleitung. Die neuen Hochspannungsmasten würden eine Höhe von 56 Metern haben. Neben Hus Garten würde die neue Trasse auch über ein Schulgelände führen. Das geht vielen Anwohnern zu weit.

Auch Greg Pirio leidet unter dem Rechenzentrenboom. Nur 140 Meter Luftlinie von seinem Haus in Sterling – einem Nachbarort von Ashburn – entfernt, wurde schon ein Rechenzentrum errichtet.

Nachdem der graue Klotz im vergangenen Jahr den Betrieb aufgenommen hatte, ist Pirios Lebensqualität stark gesunken.

„Dieses Rechenzentrum ist nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Es verfügt über ein eigenes Kraftwerk mit 8 Gasturbinen, die rund um die Uhr laufen. Wenn es Probleme bei der Stromversorgung gibt, wie es jüngst der Fall war, springen 55 Dieselnotstromaggregate an“, erklärte der 75-jährige Pirio. Die Abgase der Turbinen und Dieselaggregate verursachten bei ihm Atemwegsprobleme und trockene Augen.

Ein Surren auch drinnen im Haus

Neben der Luftverschmutzung beklagt Pirio den Lärm, den die Turbinen und Notstromaggregate erzeugen. Es ist auch bei normalem Betrieb ein ständiges Surren zu hören, selbst wenn Pirio drinnen im Haus ist.

Was ist wichtiger: die Gesundheit von Menschen oder die Gewinne dieser Konzerne?

Greg Pirio, Bewohner von Ashburn

„Wenn ich mich längere Zeit im Freien aufhalte, bekomme ich davon Kopfschmerzen. Es bringt also einige gesundheitliche Belastungen mit sich. Dass es möglich war, eine solche Anlage in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern zu errichten, ist schlicht unfassbar“, beklagt sich Pirio.

Tatsächlich ergab auch eine Untersuchung des regionalen Piedmont Environmental Council in Virginia aus dem März, dass Emissionen aus der fossilen Stromerzeugung für die Rechenzentren in Loudoun County „gesundheitsbedingte Schäden in Höhe von 53 bis 99 Millionen US-Dollar pro Jahr verursachen könnten“. Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vor allem durch Feinstaub verursacht, seien ein Faktor.

Es sind diese Umstände und die bisherige Untätigkeit von Kommunal-, Landes- und Bundespolitik, die Rechenzentren in den letzten Jahren zu einem politischen Brennpunktthema gemacht haben.

Besonders Stromkosten sind zu einem Zeitpunkt, in dem viele Menschen bereits mit höheren Kosten im Alltag konfrontiert werden, ein großer Kritikpunkt. „Wir sprechen hier von einer unvorstellbaren Größenordnung: Die Menge an Rechenzentren, die bereits vereinbart, geplant oder in der Entwicklung sind, bedeutet, dass wir das Stromnetz – zumindest in Virginia – verdreifachen müssten“, sagt Lauren Bridges von der University of Virginia, die dort das Date Center Policy Database Project leitet. Also neue Kraftwerke, neue Trassen.

Die Strompreise steigen

Eine unabhängige Untersuchung für den größten Stromnetzmarkt des Landes, der 13 US-Bundesstaaten umfasst, darunter Virginia, hat gezeigt, dass die Großhandelsstrompreise im ersten Quartal dieses Jahres um 76 Prozent höher waren als zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. In Virginia liegt der durchschnittliche Strompreis aktuell bei etwas mehr als 18 Cent pro Kilowattstunde. Und die Preise dürften noch weiter steigen, sagt der Bericht voraus.

Sowohl die Bundesregierung des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump als auch die Landesregierung in Virginia unter der Führung der demokratischen Gouverneurin Abigail Spanberger haben erkannt, dass es Veränderungen braucht. Spanberger will unter anderem erreichen, dass Virginia ein Gesetz zu Lärmschutzvorschriften für Rechenzentren verabschiedet. Ein wichtiger Schritt war 2025 auch die Neueinstufung von Rechenzentren: Sie gelten in Loudoun County nicht mehr als normale Bürogebäude, was die Auflagen- und Genehmigungspflichten für Betreiber erhöht.

Aber auch Spanberger versucht wie viele ihrer Kolleg*innen, den Spagat zwischen Big-Tech-Lobby und Bürgerbefriedung: Den Bau von Rechenzentren verhindern will sie nicht.

Im Gegensatz zu so vielen anderen Themen in der US-Politik handelt es sich beim Thema Rechenzentren weniger um einen Fall von Demokraten gegen Republikaner. Es ist ein parteiübergreifendes Thema, das Menschen mit unterschiedlichen politischen Meinungen vereint.

„Es geht uns um die Lebensqualität, um unsere Gesundheit – und ich vermute, dass manche Leute, die ich aus unserem Protest kenne, wahrscheinlich konservativer eingestellt sind als ich, aber das spielt keine Rolle, weil wir einfach über unsere gegenseitige Fürsorge sprechen. Das ist wirklich schön. Man empfindet dabei eine gewisse Freude und ein Gefühl der Verbundenheit“, sagt Pirio.

Nur während der Bauphase ein Jobmotor

Befürworter von Datenzentren verweisen oft auf Arbeitsplätze und Steuereinnahmen als Gründe für den Ausbau. Während der Bauphase sind Rechenzentren durchaus ein Jobmotor, doch nach der Inbetriebnahme, fällt die Zahl der Arbeitsplätze drastisch.

Da brennen die ganze Nacht Scheinwerfer, abends gehen die Dieselgeneratoren an und machen Lärm und stinken

Chris K., Data Center Crisis Coalition, Rockland County

Denn aufgrund der hohen Automatisierung in den Rechenzentren arbeiten dort im Schnitt nur etwa 20 bis 30 Personen pro 100 Megawatt. Die durchschnittliche Größe von Rechenzentren in Loudoun County liegt bei 30 bis 200 Megawatt. Dies geht aus einer Studie der Oklahoma State University hervor.

Den großen Unterschied machen also die Steuereinnahmen. In Loudoun County sind die jährlichen Steuereinnahmen, die auf Rechenzentren erhoben werden, von etwa 330 Millionen Dollar im Jahr 2020 auf über 1 Milliarde angewachsen.

In diesem Jahr rechnet der Landkreis mit Einnahmen von knapp 1,4 Milliarden Dollar. Mit dem Geld kann der Landkreis einiges unternehmen. Tatsächlich wurde die Grundsteuer gesenkt. Das Geld wurde zudem für den Bau neuer Schulen, den Ausbau von Straßen und zur Verbesserung der Rettungsdienste verwendet. Auch ein erst kürzlich eröffnetes neues Freizeit- und Gemeindezentrum in Ashburn wurde damit finanziert.

Jennifer Huddleston vom wirtschaftsliberalen Cato Institute verweist aber auch noch auf den globalen technologischen Wettbewerb, und das nicht nur im Bereich der künstlichen Intelligenz.

„Ich halte es für wichtig, Rechenzentren als Infrastrukturprojekte zu betrachten. Wir können die größten Erfinder und Ingenieure der Welt haben, aber ohne Zugang zu den Werkzeugen könnten sie keine Innovationen hervorbringen“, sagt sie.

Auch Trump betont bei jeder Gelegenheit, die USA dürften beim KI-Boom nicht ins Hintertreffen geraten, den Vorsprung vor der Konkurrenz aus China nicht verlieren. Offensiv wirbt er für den Bau neuer Datenzentren und jede Gemeinde, die sich dagegen sträube, verpasse die Zukunft und spiele der chinesischen Konkurrenz in die Hände. Doch die US-amerikanische Bevölkerung sieht das anders. Mehr als 70 Prozent sind gegen die Datenzentren und das quer über Parteigrenzen und soziale Schichten hinweg. Der Journalist George Packer schreibt in einem Artikel für The Atlantic, dass das einzige andere Thema, das Amerika so geeint habe, der Epstein-Skandal war.

Es gibt zwar Initiativen wie das Ratepayer Protection Pledge. Diese, allerdings nur freiwillige, Selbstverpflichtung der US-Bundesregierung will, dass Technologieunternehmen und die Betreiber von Rechenzentren die benötigte Energieerzeugung und Netzinfrastruktur vollständig selbst finanzieren. Ein Gesetzesentwurf, der Betreiber tatsächlich verpflichten würde, die Stromerzeugungskosten für Rechenzentren mit einer Größe von 100 Megawatt selbst zu übernehmen, wurde im Repräsentantenhaus verabschiedet. Der Senat hat noch nicht darüber abgestimmt.

Für Menschen wie Greg Pirio ist dies trotzdem nicht genug: „Wenn diejenigen, die diese Entscheidungen treffen, dort leben müssten, wo ich lebe, hätten sie eine andere Meinung – denn was ist wichtiger: die Gesundheit von Menschen oder die Gewinne dieser Konzerne?“

Ortswechsel. Das Hudsontal, Upstate New York. Eigentlich eine perfekte US-amerikanische Kleinstadtidylle: Drei aneinanderliegende Baseballfelder für die Little League, die Liga für Kids von 4 bis 16 Jahren, umgeben von einem Tannenwäldchen. Dahinter ein See, dessen spiegelglatte Oberfläche die Sonnenstrahlen durch die Bäume tanzen lässt. Am Wochenende wird es voll hier, da finden manchmal zwei bis drei Spiele gleichzeitig statt und die Eltern und Großeltern kommen, um die Kleinen anzufeuern und sich über die Belange des Ortes Orangeburg zu unterhalten.

„Der erste posthumane Gebäudetyp“

Doch das Bild wird brutal durchbrochen von einem monströsen grauen Betonkoloss, der direkt hinter dem Zaun aus einem gerodeten Waldstück wächst. Er hat die Größe eines Straßenblocks von New York, ist fensterlos und unheimlich und brummt monoton und bedrohlich vor sich hin. Es ist ein Datenzentrum der Firma Data Bank und man versteht sofort, warum der Architekturkritiker Edwin Heathcote Datenzentren als den „ersten echten posthumanen Gebäudetyp“ bezeichnet hat. Nicht nur beherbergt das Innere dieser Kolosse ausschließlich Maschinen. Sie stellen auch nach außen keinerlei Beziehung zu Menschen oder zu ihrer Umgebung her.

Für Chris K. gehört das Ding jedenfalls nicht hierher, mitten nach Orangeburg, einer Ansammlung historischer und moderner Wohnsiedlungen mit einem kolonialen Ortskern. „Das macht überhaupt keinen Sinn“, sagt er und schüttelt den Kopf, während er auf einer der Holztribünen über die Baseballfelder schaut.

Chris ist Mitte 40, sportlich und eigentlich nicht sonderlich politisch. Er gehört keiner der beiden Parteien an, „manche meiner Meinungen sind links, manche eher konservativ“. Als der Unternehmensberater vor sechs Jahren aus New York City hierherzog, wollte er nur eins: mit seinen Kindern weg aus der während der Pandemie langsam verwahrlosenden Großstadt. Doch seit mehr als zwei Jahren macht er in seiner Freizeit kaum etwas anderes mehr als Politik. Er geht auf Stadt- und Bürgerversammlungen, sammelt Unterschriften, organisiert Demonstrationen. Sogar einen Anwalt bezahlt er gemeinsam mit seinen Mitstreitern.

Chris ist Mitbegründer der Data Center Crisis Coalition des Rockland County, der mittlerweile auch Umweltorganisationen wie der Sierra Club und das Widerstandsnetzwerk Indivisible angehören. Der Bezirk mit seinen rund 300.000 Einwohnern ist in den vergangenen Jahren zu einem Magneten für Datenzentren geworden. Fünf Stück sind in dem Landkreis seit 2013 gebaut worden, darunter eins für den Wall Street Giganten JP Morgan, eins für den Finanznachrichtendienst Bloomberg. Drei weitere sind geplant.

Der derzeitige Streit entzündet sich an einer Erweiterung des Datenzentrums zwischen den Baseballplätzen und dem Lake Tappan, der nicht nur Naturschutzgebiet, sondern auch Trinkwasserreservoir ist. „Wenn da bei einem Brand Giftstoffe in den See kommen, ist das Wasser bis runter nach New York City verseucht“, sagt Chris. Davon abgesehen wären sein Grundstück und die seiner Nachbarn dann vollkommen von den posthumanen Festungen umzingelt. „Da brennen die ganze Nacht Scheinwerfer, abends gehen die Dieselgeneratoren an und machen Lärm und stinken.“ So hatte er sich das Leben auf dem Land nicht vorgestellt, als er aus dem lauten, dreckigen Brooklyn geflohen ist.

George Packer schreibt in seinem Artikel, dass 2026 das Jahr der „großen Datenzentrenrebellion“ werde. Das Jahr werde als dasjenige in die Geschichte eingehen, in dem sich Amerikaner wie schon häufiger in der Geschichte vereint gegen den „Fluch der Größe“ auflehnen, wie der berühmte Trust-Bekämpfer Louis Brandeis es einst nannte. Gegen Kräfte, die wie einst die Kartelle außer Kontrolle geraten sind und dem Bürger jegliche Selbstbestimmung rauben.

Schmerzliche Machtlosigkeit

Diese Machtlosigkeit spüren Chris K. und die Bürger von Rockland County gerade schmerzlich. Die Entscheidung des Landkreises, aggressiv Datenzentren anzulocken, wurde über ihre Köpfe hinweg getroffen. Die zuständige Körperschaft, der Planning Board des Kreises, drückte die Genehmigungsverfahren im Eiltempo durch. Für das Monstrum am Baseballplatz, so Chris K., habe es praktisch keine nennenswerte Umweltverträglichkeitsprüfung gegeben. Immerhin haben die Anwälte der Crisis Coaltion erreicht, dass für die zweite Phase des Projekts nun alle Verfahren eingehalten werden.

Am meisten ärgern die Menschen von Rockland jedoch die enormen Steuervorteile, die den Bauherren der Zentren zugeschustert wurden. Die Watchdog-Gruppe Reinvent Albany hat ausgerechnet, dass die Steuerzahler von Rockland die Datenzentren mit insgesamt 321 Millionen Dollar subventionieren. Der größte Batzen ging an JP Morgan mit 112 Millionen. Insgesamt, rechnet Reinvent Albany vor, sei jeder durch die Zentren geschaffene Arbeitsplatz mit mehr als 1 Million subventioniert. Und dabei seien nicht einmal die verbilligten Strompreise eingerechnet. Die Datenzentren erhalten den Strom zu einem Bruchteil des Preises, den der Durchschnittsverbraucher zahlen muss.

Das alles riecht nach Hinterzimmerdeals zwischen Politikern und Konzernen und nach Filz. So ist etwa der Chef der Behörde, die in Rockland Baugenehmigungen erteilt, gleichzeitig der Boss der Baugewerkschaft. Die Bauarbeiter in Rockland sind wiederum die Einzigen, die wirklich von den Zentren profitieren. Jetzt kandidiert der Chef der Baubehörde für einen Posten im Staatssenat.

Der breite, parteiübergreifende Unmut über die Datenzentren ist den Politikern kurz vor den US-Zwischenwahlen am 3. November freilich nicht entgangen. Im Wahlkampf um den Kongresssitz von Rockland sind sie das zentrale Thema, und beide Kandidaten versuchen sich eifrig davon zu distanzieren. Beinahe eine halbe Stunde ihrer TV-Debatte ging dafür drauf, der Ton war hitzig.

Der amtierende Abgeordnete, der Republikaner Mike Lawler, behauptete, er sei nur für den Ausbau von Datenzentren, wenn sie unter dem Strich den Bürgern zugutekämen. Seine Gegnerin, Cait Conley, sagte das Gleiche, wies aber darauf hin, dass Lawler im Kongress nicht nur für Steuervorteile für den Bau von Datenzentren und gegen deren Regulierung gestimmt, sondern auch Wahlkampfspenden aus der Technologiebranche angenommen habe. Lawler konterte, dass Conley als Beraterin für KI-Firmen wie Palantir gearbeitet habe.

Fest steht, dass kaum ein Politiker, außer Trump, sich mehr traut, offen für Datenzentren einzutreten. Der Zorn auf die Übermacht von Big Tech läuft quer durch die politische Landschaft. Chris K. traut jedenfalls keinem der beiden Kandidaten. „Transparenz bekommen wir nur, wenn wir nicht lockerlassen und weiter Druck machen“. Mit Petitionen und Demos und Rechtsgutachten wollen Chris und seine Mitstreiter erreichen, dass Auflagen zu Umweltverträglichkeit künftig eingehalten werden. Dass Rechenzentren keine öffentliche Förderung mehr bekommen. Egal, wer im November gewählt wird, sagt Chris, sie werden nicht aufhören.Sebastian Moll und Hansjürgen Mai

Ein riesiges Rechenzentrum ist direkt hinter einer Sportanlage in Loudoun County, Virginia, zu sehen