piwik no script img

Betr.: Sternschnuppen

Der Himmel über Berlin gehört bekanntlich Wim Wenders und dem Filmverlag der Autoren. Das ist uns aber heute und morgen nacht schnuppe: da kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle und beschert uns jede Menge Erscheinungen, genannt Sternschnuppen.

Swift-Tuttle hat auf seinem Weg durchs All Bruchstücke aus Staub und Eis zurückgelassen, welche die Erde mittels Schwerkraft, einem gigantischen Staubsauger gleich, anzieht. Wenn die Kometenreste in die Atmosphäre rasen, reiben sie sich an der Luft, werden heiß und verglühen: So entsteht das heutige und morgige Wunder der Natur, das seit Menschengedenken vermutlich das größte seiner Art sein wird. Die Astronomen kündigen „bis zu 8.000 Himmelserscheinungen“ pro Stunde an, und auch das Wetter ist auf der Seite der Schlaflosen: klare Sicht fast überall. Als das Wünschen noch geholfen hat, sah man dabei nach Möglichkeit, die Lider gläubig emporgeschlagen, auf einen fallenden Stern. Wem das zu metaphysisch ist, kann sich empirisch beschäftigen und auf unserer Abbildung des Himmels über Berlin alle Schnuppen eintragen. Oder bei Newton nachlesen, warum uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen