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■ Berliner TelegrammSex auf dem Altar

Alle ihre Aktionen laufen darauf hinaus. Noch der analphabetischste Antichrist wird ja bereits semantisch mit der Nase auf den Hintergrund des Vorhabens gestoßen: Kirchenvolksbegehren. BEGEHREN. Alles klar. Unterm Kreuz im Hühnerblut suhlen. Worauf sonst sollen die Abschaffung des Pflichtzölibats, die Beibehaltung der Schwangerenberatung oder gar die Änderung der christlichen Sexualmoral hinauslaufen? Genau das aber fordern sie und sammeln Unterschriften, bereits 1,8 Millionen katholische Stimmen in Deutschland. Gegen Reformstau in der Kirche. Das kann nur bedeuten, sie sind für Nonnen in durchsichtigen Gewändern mit schwarzer Spitzenunterwäsche darunter. Um auf möglichst breiter Basis zu verführen, rufen sie jetzt schon ungeweihte Christen zu sogenannten Laienpredigten in die heiligen Häuser. Entlastung der Priester? Abwechslungsreichere Predigten? – lächerlich. Denn wie schon Kardinal Sterzinsky so richtig sagte: Nicht der Mangel an theologischem Wissen macht den Laien zur Predigt ungeeignet, sondern der Mangel an Weihe. Deshalb Christen in Deutschland, Pflugscharen zu Schwertern, gegen die mit dem lila Button: Wir sind Kirche, gegen die kritischen Katholiken! bst

Kritische Katholiken, Caritas, Pfalzburger Str. 18, Tel.: 3021896

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen