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■ Berlin ist doch kein Billig-HotelProfitcenter in Bonn

Nein, Leute, da muß einfach Pep reinkommen, wenn der Konzern Berlin doch noch die Kurve kriegen soll. Denn jetzt, wo sich die letzten Pfennige in der Kasse vor Einsamkeit gruseln, muß jede Ressource erschlossen werden – auch das Hotel am Rhein. Bundessenator Peter Radunski (CDU), der verschnarchte Schlüsselknecht der Berliner Landesvertretung in Bonn, braucht dringend einen Grundkurs in lean administration, damit daraus ein Profitcenter wird. Mal abgesehen von den kostenlos schlafenden Dienstreisenden dürfen nämlich auch Berliner Bundestagsabgeordnete und ominöse „Dienstreisende aus anderen Bereichen“ für wenig Geld das Domizil nutzen, erfuhr die Grünen-Abgeordnete Michaele Schreyer vom Senat. Ein Zimmer mit Dusche kostet schlappe sechzig Mark. Ein echtes Schnäppchen angesichts der Preise der Bonner Hotellerie. Ganze 13.000 Mark hat der Senat 1993 für die neun Zimmer erlöst: Jedes Zimmer war also nur an zwanzig Tagen gegen Cash belegt. Da muß Drive rein, am besten ein Drive-through, weil die Bonner bei Radunskis Vorschlägen doch immer auf Durchzug stellen. Eine Konzentration auf seine Aufgaben als Hotelchef wäre echt gut für den Berliner Ruf, weil der Senator meist mit unzeitgemäßen und teuren Vorschlägen wie jüngst zur Beamtenverrentung mit 55 Jahren auffällt. Motto: Nur wer ein Hotel führen kann, sollte in der Firma Berlin was zu sagen haben. Gerd Nowakowski

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