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Belgrad stellt sich stur

■ Solana kann jetzt jederzeit Luftangriffe anordnen

Belgrad/Brüssel (dpa) – Vor dem Besuch des US-Vermittlers Richard Holbrooke in Belgrad gab sich die serbische Führung gestern weiter unnachgiebig. Serbien werde unter keinen Umständen seine Ablehnung eines internationalen Friedensplans für das Kosovo aufgeben, beteuerte der jugoslawische Außenminister Zivadin Jovanović nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Tanjug. Serbien werde nie einen Kompromiß eingehen, der seine Souveränität im Kosovo beende und die territoriale Integrität bedrohe, sagte der Minister. Holbrooke, der sich zuvor in Brüssel aufhielt, wollte sich gestern abend mit dem jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milošević treffen.

Bei der Nato hieß es, Luftangriffe seien unausweichlich, sollten diese Gespräche scheitern. Nato-Generalsekretär Javier Solana schloß seine Konsultationen mit dem Nato-Rat über solche Angriffe ab. Seine ihm bereits am 30. Januar erteilte Vollmacht, allein über Luftangriffe entscheiden zu können, wird damit wirksam. Berichte Seite 6

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