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Bauriese braucht Stütze

Bilfinger Berger prüft Einstieg bei Holzmann, um Konkurs abzuwenden. FDP kritisiert ‚Spendieronkel‘ Schröder

BERLIN taz/ap ■ Hoffnung für den angeschlagenen Bauriesen Holzmann: Der Mannheimer Konzern Bilfinger Berger prüft den Einstieg beim Frankfurter Konkurrenten, allerdings „in einem sehr frühen Stadium“, erklärte gestern ein Firmensprecher. Aus Kreisen der Gläubiger verlautete nach einem Krisentreffen am Wochenende, der Holzmann-Verlust des Geschäftsjahres 2001 betrage 237 Millionen Euro. Da er das Eigenkapital – Ende 2000 mit 126 Millionen Euro beziffert – damit dramatisch übersteigen würde, droht ohne weitere Hilfsmaßnahmen der Konkurs.

Damit ist der Konzern heute wieder dort angelangt, wo ihn Kanzler Gerhard Schröder mit staatlicher Unterstützung retten musste. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle bezeichnete den Kanzler gestern als „Spendieronkel“ und Holzmann als „Symbol für die gescheiterte Wirtschaftspolitik Gerhard Schröders“. Angesichts der neuerlichen finanziellen Schieflage von Holzmann zeige sich, dass durch die Einmischung des Staates in Marktprozesse nur falsche Hoffnungen geweckt würden. Dem Kanzler werde jetzt für seine Intervention bei Holzmann die teure Rechnung präsentiert. Und CSU-Landesgruppenchef Michael Glos sagte, was Schröder zur Chefsache mache, „geht schief“. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass die Gläubigerbanken diesmal ohne die Intervention der Politik eine Lösung finden werden. RENI

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