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■ Landwirtschaftsreform in PolenBauernführer zerreißt Einigungspapier

Warschau (AP) – Nach 20stündigen Verhandlungen haben sich Vertreter der polnischen Regierung und der wichtigsten Bauernverbände auf einen Kompromiß zur Beendigung ihres seit Wochen dauernden Streits geeinigt. Das Kompromißpapier, das den Einstieg in eine Reform der polnischen Landwirtschaft vorsieht, ist jedoch von Beginn an umstritten. Der radikale Bauernverband Selbstverteidigung unter seinem Führer Andrzej Lepper lehnte die Einigung ab und forderte die Wiederaufnahme und Verstärkung der Straßenblockaden. Auf einer Pressekonferenz zerriß Lepper ein Exemplar des Einigungspapiers.

Das Abkommen sieht die Bildung eines Komitees aus Regierungs- und Bauernvertretern vor, das bis zum März ein Programm für die Reform des Agrarsektors erarbeiten soll. Die Landwirte haben sich bisher jeder Modernisierung widersetzt. Ohne sie ist aber die strukturell rückschrittliche Landwirtschaft Polens bei einem Beitritt des Landes zur EU nicht konkurrenzfähig.

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