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Bargeld, Spitzenautos

Innerhalb nur weniger Wochen hat Frankfurt am Main seinen zweiten Korruptionsskandal – bei der Messe

FRANKFURT/MAIN afp ■ Die Staatsanwaltschaft hat einen groß angelegten Korruptionsskandal in Frankfurt am Main aufgedeckt: Durch Bestechungen sei die Messe Frankfurt um mindestens zwölf Millionen Mark geschädigt worden. Es gebe mehr als hundert Beschuldigte bei Bauunternehmen und der Messe selbst, gegen die wegen Bestechung, Betrug oder Untreue ermittelt wird. 25 Menschen wurden verhaftet, drei sitzen noch.

„Seit mindestens Ende der 80er-Jahre gibt es bei der Messe ein komplexes korrumptives System“, sagte Staatsanwalt Andreas Hohmann. Wegen der fünfjährigen Verjährungsfrist können die Ermittler aber nur Taten seit 1996 verfolgen. Einzelne Unternehmer hätten ausgesagt, dass es schon seit dreißig Jahren Korruption bei der Messe gebe. Zu den Beschuldigten gehören Fachreferenten, aber auch ein Abteilungsleiter.

Oberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner sagte, Messe-Mitarbeiter und Unternehmer hätten sich gegenseitig „in erschreckendem Maße“ bereichert. Es habe neben Barzahlungen auch mal eine Fernreise nach Hawaii, die „Präsidentensuite“ in einem Hotel in Südafrika oder eine Auto der „Spitzenklasse“ gegeben. Der Skandal kam ins Rollen, weil ein Unternehmer sich an die Staatsanwaltschaft gewandt hatte, nachdem ein Messe-Mitarbeiter von ihm Schmiergeld verlangt hatte. Bereits vor Wochen hatte die Staatsanwaltschaft einen ähnliche Korruptionsskandal bei den Baubehörden der Stadt aufgedeckt.

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