: Bananenproduzenten gegen Quoten
Panama-Stadt (ips/dpa) — Eine außerordentliche Ministerkonferenz der lateinamerikanischen Bananenproduzenten hat am Mittwoch den EG-Protektionismus gegenüber den Bananenimporten verurteilt. Die Union der bananenexportierenden Länder (UPEB) sowie Ecuador stellen sich gegen die Einführung von Importquoten und einem Zollsatz von 20 Prozent auf ihre EG-Bananenexporte. Überseeterritorien und ehemalige Kolonien der EG-Staaten sollen dadurch vor der billigeren Konkurrenz aus Lateinamerika geschützt werden. Das Quotensystem sei ein „harter Schlag“, der sogar hinter die dürftigen Gatt-Vereinbarungen zurückfalle. 1991 exportierten die UPEB-Staaten Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Panama, Nicaragua, die Dominikanische Republik und Venezuela sowie Ecuador rund 3,3 Millionen Tonnen Bananen in die EG. Deutschland nahm 40 Prozent ab.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen