Autoren fordern Meinungsfreiheit: Offener Brief an Putin
Mehr als 200 Schriftsteller fordern vor Beginn der Spiele in Sotschi, dass Russland die „Stimmen aller Bürger“ hört. Zu den Unterzeichnern gehört auch Günter Grass.
SOTSCHI dpa/afp | Mehr als 200 Autoren verurteilten in einem am Donnerstag in der britischen Zeitung „Guardian“ veröffentlichten offenen Brief die russischen Homosexuellen- und Blasphemiegesetze, die als „Würgegriff“ angeprangert werden.
„Eine gesunde Demokratie muss die unabhängigen Stimmen aller ihrer Bürger hören“, heißt es darin. Die Weltgemeinschaft müsse die Vielfalt der russischen Meinung hören „und von ihr bereichert werden“.
Daher fordern die Unterzeichner die russische Regierung auf, die Gesetze, die eine „freie Meinungsäußerung außer Kraft setzen“, wieder aufzuheben. In Russland ist es etwa verboten, in Gegenwart von Kindern positiv über Homosexualität zu sprechen.
Zu den Unterzeichnern zählen die Literaturnobelpreisträger Günter Grass, Elfriede Jelinek und Orhan Pamuk sowie renommierte AutorInnen wie Jonathan Franzen, Salman Rushdie oder Margaret Atwood. Die Spiele in Sotschi beginnen an diesem Freitag.
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