piwik no script img

Aufschub

■ Mali verschiebt Wahlen wegen Tuareg-Rebellion

Bamako (afp/taz) — Die Demokratisierung in Mali gerät ins Stocken: Sämtliche Wahltermine sind von der Regierung um zwei Monate aufgeschoben worden. Begründet wird dies mit der fortbestehenden „Unsicherheit“ im Land — gemeint ist die Rebellion der Tuareg im Norden Malis, die zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen geführt hat. Eine Verhandlungsrunde zwischen Regierung und Rebellen, die ursprünglich am 15.11. beginnen sollte, war aufgrund der Spannungen auf den 27.12.91 verlegt worden. Vorher, so die Regierung, sei die notwendige Stabilität für Wahlen nicht gegeben. Nach dem Sturz von Diktator Moussa Traore im März dieses Jahres war in Mali eine Demokratisierung binnen 12 Monaten vereinbart worden. Seit dem Sommer hat sich jedoch die Lage in den nördlichen Aufstandsgebieten drastisch verschärft. Inzwischen fordern mehrere der neuen Parteien ein härteres Vorgehen der Armee.

Nur noch 430 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen