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Aufschub für Studenten in Iran

TEHERAN rtr ■ Die konservative Justiz Irans hat ein Verfahren gegen vier Studenten verschoben, denen vorgeworfen wird, die seit drei Jahren größten Proteste im Land angezettelt zu haben. Das Gericht habe die Anhörung der Anführer auf unbestimmte Zeit verschoben, „um die Stimmung an den Universitäten zu beruhigen“, sagte der Studentenvertreter Hadi Kahalsadeh. Die Studenten hatten zwei Wochen lang für Reformen und gegen die Todesstrafe für den reformorientierten Professor Haschem Agadschari demonstriert. Die konservativen Mullahs hat Agadschari Ketzerei vorgeworfen, weil er öffentlich Zweifel am Machtanspruch der konservativen Geistlichkeit in Iran angemeldet hatte. Den Studenten wird der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA zufolge Beleidigung der Werte des Islam und Verstoß gegen die nationale Sicherheit vorgeworfen.